Dieses Mal wird die Kleine Dicke auf Funkfernsteuerung und Akkubetrieb umgebaut. Dazu soll eine - fĂŒr mich - neuere Technik ausprobiert werden: Statt Blei- oder NiMH-Akkus sollenLi-Ion-Akkus den nötigen Fahrstrom liefern. Engagierte Akkufahrer benutzen Bleiakkus schon seit langem nur noch als Ballast ...

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... nachfolgend die Vorstellung der einzelnen Bauteile.

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LGB 995001 Schaltplan

Der komplette Stromlaufplan muss RC-AnfĂ€nger nicht abschrecken, denn die wesentlichen Komponenten (EmpfĂ€nger, Fahrregler, Vierfach-Schaltmodul) lassen sich einfach zusammenstecken. Etwas kniffeliger, aber dennoch ĂŒberschaubar, ist es hingeben bei den Akkus. Da der Akku trotz seiner geringen GrĂ¶ĂŸe einen hohen Strom abgeben kann, hier bis zu 2C, also bis zu 2 x 2600 mA = 5,2 A Dauerstrom, ist der Einbau einer Sicherung dringend empfohlen.
Hinzu kommen der Akku-WĂ€chter (unterhalb der Zellen) und ein spezielles Ladekabel (unten rechts). Der ĂŒbrige Aufbau ist sehr Ă€hnlich mit den bekannten RC-Systemen.

Update: Durch Umbau hat sich der Schaltplan leicht verÀndert, der Akkuwarner steckt nun direkt in der Balancer-Buchse >> zum Umbau

Diese Zellen haben keinen Schutz gegen ĂŒbermĂ€ĂŸige Über- und Entladung. Daher ist der Positiv-Kontakt niedriger gebaut, was zu Kontaktproblemen im Batteriehalter fĂŒhrt. Es mĂŒssen also Kontakte nachgerĂŒstet werden. Trotz des zusĂ€tzlichen Aufwands sind die Batteriehalter praktisch, da die Akkuzellen nicht einfach verlötet werden können.

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Abhilfe findet sich in Form von StuhlnĂ€gel, an die ich die zusĂ€tzliche Kabel löte, die ohnehin fĂŒr den Balancer und die LadeanschlĂŒsse benötigt werden.

Die Zange dient hier als Halter fĂŒr den Nagel. Um die Griffe ist ein Gummiband gespannt.

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Hier die fertige Verkabelung:

Die zwei Kabel mit Bananenstecker gehen zur Stromverteilunsplatine, die linken vier bilden den Anschluß fĂŒr den Balancer. SpĂ€ter wurden die Buchsen wieder enfernt und die Kabelenden verlötet.

Die Demontage des GehĂ€uses ist bei der 995001 besonders einfach, da sie als Einsteigerlok konstruiert und in der Urversion mit Batterien betrieben wurde. So mĂŒssen hier nun zwei Schrauben gelöst ...

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... und an der Front ein Knopf gedrĂŒckt werden, um einen Haltehaken zu lösen.

Dann ...

... wird das GehÀuse nach hinten geschoben und abgenommen, da es dort von zwei Rastnasen gehalten wird.

Das ist etwas schwieriger, da dabei die Armaturen am Lokkessel etwas nach hinten gedrĂŒckt werden mĂŒssen..

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Im Bild: Vergleich die verwendeten Li-Ion-Zellen(GrĂ¶ĂŸe 18650) zu herkömmlichen Akkus der GrĂ¶ĂŸe AA (Mignon), sowie zwei RC-EmpfĂ€ner (4 bzw. 6 KanĂ€le).

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Das Laufwerk kann entfernt werden, indem vorne und hinten die Abdeckplatten abnimmt, unter denen die Kupplungen  befestigt sind.

Vom Vorbesitzer befinden sich noch Kabel am Getriebe, mit denen Strom zu denen von ihm zusĂ€tzlich montierten Leuchten gefĂŒhrt wird. Die Kabel werden entfernt.

Das Innere offenbart sehr viel Platz fĂŒr Einbauten.

Nun eine “Stellprobe” mit Batteriefach und Fahrregler, der etwas groß ausgefallen ist. Dieses Modul, zusammenelötet aus einem “Volksregler”-Bausatz war gerade zur Hand und ursprĂŒnglich fĂŒr ein RhB-Krokodil vorgesehen.

Eine genaue Beschreibung der einzelnen Elemente folgt gesondert.

Um spĂ€ter die Stromleitbleche im Inneren entnehmen zu können, mĂŒssen die seitlichen Rastnasen an den Haltern gerade gebogen werden.
Nachdem die GehÀuseschrauben entfernt wurden, können die beiden SchalenhÀlften auseinander gezogen werden.

Nun mĂŒssen alle Kontakt zu den RĂ€dern unterbrochen werden, da die Lok nur noch ĂŒber Akkus betrieben werden soll.
Die RĂ€der werden abgeschraubt, aber Vorsicht beim Abnehmen: Die Kohlekontakte springen leicht heraus. Schließlich werden die Schienenschleifer demontiert.

Als erstes markiere ich den Motor, um mir die Richtung zu merken. Zwar kann der Motor bei diesem Modell nur in eine Richtung eingesetzt werden, aber dieses Verfahren habe ich mir grundsÀtzlich angewöhnt..

Bei dieser alten Motorvariante sind noch Kugeln als Lager an den Enden der Motorachse eingelegt. Neuere Motoren kommen ohne aus.
Dennoch ist Aufmerksamkeit geboten, denn die Kugeln werden nur durch das Getriebefett gehalten.
Das Getriebe selbst hat eine SÀuberung nötigt.

.Zur Unterbrechung der Stromabnahme von den Gleisen entferne ich die Messingstreifen. Die Kabel fĂŒr den Motorstrom werden spĂ€ter direkt an den Motor gelötet.

Mit WD-40 oder Caramba aus der SprĂŒhdose und einen Pinsel lassen sich alle Getriebeteile und das GehĂ€use leicht reinigen.
Ersatzweise kann auch das billigere Petroleum aus BaumÀrkten zur Reinigung verwendet werden, allerdings in der reineren Form und nicht das vielfach angebotene Lampenöl.l

Nun werden die Kabel direkt an die Motorkontakte gelötet.

Als Halterung fĂŒr den Motor dient eine Rolle Lötzinn.

Als Schmiermittel benutze ich dieses Getriebefett- und öl, welche speziell fĂŒr den Modellbau sind. Sie enthalten Teflon und sollten, wie jedes Schmiermittel, nur sehr dĂŒnn aufgetragen werden, das Fett bei höher drehenden Getriebeteilen, das Öl langsameren. Ein sehr kleiner Tropfen ist ausreichend. Mehr bewirkt schon das Gegenteil.

Die Stromkabel fĂŒhre ich in etwa dort entlang, wo vorher der Messingstreifen lag. Kabelquerschnitt hier 0,5 mmÂČ, was aber mehr als genug ist, denn 0,25 mmÂČ wĂ€ren ausreichend fĂŒr 2 - 3 A.

Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

Beim Aufsetzen der RĂ€der ist darauf zu achten, dass die Kuppelstangen gerade sitzen. Andernfalls sind die Achsen im Getriebe etwas anders einzusetzen.

Wenn der Getriebeblock wieder in den Rahmen gesteckt wird, mĂŒssen die Motorkabel durch ein Lock im Boden durchgefĂŒhrt werden.

Vorgaben und VorĂŒberlegungen

Vorteil des Batteriehalters ist es, die Akkus nicht verlöten zu mĂŒssen. Sie können bei Bedarf leicht ausgetauscht bzw. zur Wartung einzeln entnommen werden.
Zur Abschaltung des Akku-WĂ€chtes genĂŒgt es, die Ă€ußeren AnschlĂŒsse (negative und positive Spannungsversorgung) zu trennen, so dass die mittleren Leitungen (Spannungsabgriffe fĂŒr die Spannungsmessung der einzelnen Zellen) direkt an das Balancerkabel weitergefĂŒhrt werden können.
Mit den Umschalter wird zwischen Betriebs-  und Lademodus gewechselt, so dass die Akku-Überwachung und alle anderen Verbraucher abgeschaltet werden können.

Update: Durch Umbau hat sich der Schaltplan leicht verÀndert, der Akkuwarner steckt nun direkt in der Balancer-Buchse >> zum Umbau

LGB 995001 Stromversorgung Akkupack

Oben ist die Anschlussbelegung fĂŒr einen 3S1P-Akku zu sehen. Das meint: 3 Akkuzellen (3 S) sind in Reihe (S = Seriell) geschaltet. Es gibt nur diese eine Reihenschaltung (1 P), es sind keine weiteren (P < 2) parallel geschaltet.
Die 6 Zellen in einem 3S2P-Akku-Paket entsprechen demnach zwei des oben gezeigten Akkupacks, nur dass sie parallel angeschlossen sind: 3 Zellen in Reihe (3 S), sowie zwei dieser Reihen nebeneinander (2 P), macht 3 x 2 Zellen = 6 Zellen.

LGB 995001 SAkkuwaechter
LGB 995001 Kanalbelegung

Beim AkkuwĂ€chter ist der erste Pin negativ, der Ă€ußere angeschlossene rechte positiv. In diesem Beispiel mit drei Zellen werden also 4 Pins belegt, so dass der 4. eine positive Spannung fĂŒhrt. Bis zu 8 Zellen können mit diesem Modul ĂŒberwacht werden.

Die Kanalbelegung ist zu den anderen Loks gleich, so dass man sich nicht umgewöhnen muss. Bei einer kleinen 4-Kanalanlage wÀren daher z.B. noch Sound- sowie ein Servo- oder Schaltkanal möglich.

Akkuhalter modifizieren

GehÀuse öffnen

Getriebe zerlegen

Verkabelung des Getriebes Àndern

LGB 99 5001 - Teil 1
Umbau auf RC-Fernsteuerung mit Li-Ionen-Akkus, Dampf und Licht

Kanalbelegung des RC-Senders

Li-Akku-WĂ€chter

Akku-Anschluß

Energieversorgung / Akkuladung

Strom- und Signalskizze

Die Li-Ion-Akkus sind kleiner, leichter und geben eine höhere StromstĂ€rke ab, ohne dass die Spannung sonderlich einbricht - also das Richtige fĂŒr einen Dauereinsatz in der Gartenbahn. Im Gegensatz zu den mit ihnen verwandten Li-Po-Akkus sind die Li-Ionen-Zellen leichter zu handhaben, mĂŒssen aber beim Laden ebenso balanciert und wĂ€hrend des Einsatzes auf ihre Spannung kontrolliert werden, damit sie keinen Schaden nehmen.

 

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