ÖBB 2095 - Teil 3
Umbau auf Funkfernsteuerung, Licht, Sound und Akku-Betrieb

RC_BelegungOBB2095Die Kanalbelegung soll so bei mir Standard werden, damit ich mich nicht bei jeder Lok umgewöhnen muss.

Daher steuer ich auch nur eine Lok zur Zeit, damit ausreichend KanĂ€le vorhanden sind und  weil ich auch nicht mehrere Loks gleichzeitig im Blick haben will. In der Regel ist jeder Gartenbahner mit einem Zug schon ausreichend beschĂ€ftigt.
Soll eine andere Lok fahren, kann man die nicht benötigte leicht ĂŒber einen Schalter "lahm legen".

Stromlaufskizze und Kanalbelegung

RC_SchaltplanOBB2095a

Vierfachschalter

Der Vierfachschalter belegt nur einen Kanal, kann aber vier Verbraucher ein- oder ausschalten. Es gibt diese Multischalter von 2 bis 10 Funktionen, vielleicht auch mehr. Je nach Modul sind aber auch die möglichen Ausgangsströme zu beachten, die von z.B. 0,3 bis 10 A reichen können. Je nach AusfĂŒhrung können die AusgĂ€nge auch mit Blinkeffekte oder als Momenttaster geschaltet werden.

Schaltskizze_Vierfachschalter2Der Multischalter wir mit einem dreiadrigen Daten- und Stromkabel an den EmpfÀnger angeschlossen.

Ein weiteres Kabel wird mit dem Minuspol (Bedienungsanleitu ng beachten!) hinter dem Umschalter mit der Verteilerplatine verbunden (eigentlich mit dem Minuspol des Akkus). Die SchaltausgĂ€nge (zwei von vier sind in diesem Beispiel belegt) werden dann mit den Verbrauchern (hier die Beleuchtung) verbunden. Von den Verbrauchern (die einzelnen GlĂŒhlampen) geht es zum Pluspol des Verteilers (des Akkus) zurĂŒck.
Es ist auch möglich, einen Schaltregler zwischenzuschalten, wenn die Verbraucher weniger Spannung benötigen.

Die einzelnen Verbraucher werden in diesem Fall mittels Tippen des Kanalschalters aktiviert: z.B. kurzes Tippen in einer Richtung löst eine Funktion aus. Nachmaliges kurzes Tippen beendet sie. Langes Tippen in dieselbe oder andere Richtung startet die nÀchste Funktion. Andere Multischalter zÀhlen die Anzahl der Tipper (4 x Tippen in eine Richtung = Funktion 4).

Bestellt man den Fahrregler bei Modellbau-Regler, bietet es sich an, den 4-Kanal-Schalter mitzubestellen.
Bei bis zu 20 V kann er 2 A je Ausgang schalten.
Modellbau-Regler: 4-Kanal Mini SMD-Schalter, 19 EUR

Graupner: Schaltmodul SXM, bis 21,5 V und 4 A je Ausgang, auf Blink-,  Dauer- oder Tastfunktion umstellbar, 23,95 EUR.

Anschluss, Bezug und Preise

Mein bisheriger Bericht gleicht mehr einem Erlebnisbericht. Da es RĂŒckfragen gab, versuche ich einmal zusammen zu fassen, woher die Komponenten zu beziehen sind und wie sie angeschlossen werden.

Dabei hebe ich die Teile in der Skizze hervor, die in dem jeweiligen Abschnitt beschrieben werden.

Die Preise (Stand 06.2013) und Bezugsquellen sind beispielhaft

Akku

Schaltskizze_Akku2aDer Akku wird an die mittleren Kontakte des Umschalters angeschlossen. Die Ladebuchsen kommen an das eine Ă€ußere Kontaktpaar, die "Verteilerplatine" fĂŒr die Stromversorgung der Module an die vebleibenden Kontakte.

Typ: 12 V 3,2 A

Conrad: Eigenmarke 23,55 EUR
Pollin: Panasonic 22,95 EUR

Ich habe mich fĂŒr einen Bleiakku entschieden, weil ich spĂ€ter eine einfache Ladeschaltung nachrĂŒsten will und den Akku ggf. dauerhaft an den Ladestrom angeschlossen lassen möchte. Andere Akkus (Lipo, etc.) sind durchaus auch zu verwenden, benötigen aber ggf. eine Schutzschaltung, um im Betrieb nicht tief entladen bzw. nicht ĂŒberladen zu werden.

Inzwischen beginne ich, die Stromversorgung auf Li-Ion-Akkus umzurĂŒsten. Siehe dazu den Umbaubericht meiner 99 5001.

EmpfÀnger

Schaltskizze_Empfanger2Der EmpfĂ€nger muss auf den eigenen Sender abgestimmt sein. Bei Neuanschaffung des Senders liegt zumeist ein EmpfĂ€nger bei. Bei mir ist ein Planet T5-Sender vorhanden (2,4 GHz, 4 ProportionalkanĂ€le und ein Schaltkanal, reduzierte Reichweite, die im Gartenbereich aber vollkommen genĂŒgt).
Statt einzelne EmpfĂ€nger (ca. um 20 EUR fĂŒr diese Planet) nachzukaufen, bietet es sich auch ein komplettes Set an, so dass jede Lok ĂŒber einen eigenen Sender verfĂŒgt.

Der EmpfĂ€nger muss an den Sender „gebunden“ werden (Binding). Dadurch kann die Funkverbindung nicht mehr gestört werden und man stört keine andere Anlage. Es können mehrere EmpfĂ€nger einem Sender zugeordnet werden, aber nicht mehrere Sender einem EmpfĂ€nger.

J. Perkins: Planet 5 SET mit 5-Kanal-Sender und EmpfĂ€nger, ca. 60  EUR
J. Perkins: 6-Kanal-EmpfÀnger, ca. 20 EUR

EmpfÀnger unterschiedlicher Hersteller sind nicht zwingend untereinander austauschbar, auch wenn es die gleiche Funktechnik (2,4 GHz) annehmen lÀsst.

Soundmodul

Soundmodule im RC-Modellbau liegen zwischen 80 und 215 EUR. Je nach Ausstattung und Leistungsdaten unterscheiden sich diese Module erheblich. Von billigen Diesel-GerĂ€uschschaltungen ist abzuraten, da sie das GerĂ€usch nur annĂ€hrend wiedergeben und eher fĂŒr alte Fischkutter gedacht sind als fĂŒr modernere Loks. Sollen dann noch zusĂ€tzliche GerĂ€usche hinzukommen, addiert sich alles leicht auf den Preis eines kompletten Soundmoduls.

Schaltskizze_Soundmodul2Das hier vorliegende Modul wird mit einem dreiadrigen Strom- und Datenkabel ĂŒber ein Y-Kabel (Abzweig) mit dem Fahrregler an einen gemeinsamen Ausgang des EmpfĂ€ngers angeschlossen. So erhĂ€lt das Soundmodul die Steuerbefehle des Fahrreglers und startet automatisch die entsprechenden GerĂ€usche. Diese GerĂ€uschschnipsel können ggf. so fein geschnitten sein, dass auch eine Dampflok "vertont" werden kann, ohne spezielle Sensoren fĂŒr den Kolbenschlag installieren zu mĂŒssen.
Weiterhin muss ein Lautsprecher angeschlossen werden (zweiadriges Kabel). Um dieses Soundmodul zu starten und weitere GerÀusche abrufen zu können, muss es zusÀtzlich mit einem weiteren Kanal am EmpfÀnger angeschlossen werden (dreiadriges Strom- und Datenkabel).

Das Modul von Neuhaus Electronic benötigt eine Versorgungsspannung von 7 - 12 V. Ich habe mich fĂŒr 9 V entschieden, da der Akku im Betrieb an Spannung verliert und so das GerĂ€uschmodul noch sicher mit Strom versorgt werden kann.

7 - 12 V, bis zu 64 Sounds und 6,5 min Spieldauer, 2 GerÀusche gleichzeitig abspielbar

Das Modul ist ĂŒber Conrad zu beziehen. Es gibt wohl noch eine weitere Quelle, dort ist es aber gut 3 EUR teuerer.
Conrad: programmierbares Soundmodul mit PC-Software, 79,95 EUR

Einfache Soundprojekte sind rasch zusammengestellt und per USB ĂŒbertragen, kompliziertere dauern entsprechend lĂ€nger.
Die Bedienungsanleitung erklÀrt alles Möglichkeiten, ist aber mitunter nicht ganz so einfach zu verstehen.

Alternativen sind:
Beier-electronic: Soundmodul mit (ohne) CD-ROM und Datenkabel 129 EUR (119 EUR)
Benedini: Soundmodul mit (ohne) USB-Programmieradapter 123 EUR (99 EUR)

Schaltregler

Die fĂŒr das Soundmodul nötie Spannung (9 V) werden von einem Schaltregler erzeugt, der ebenfalls an der Verteilerplatine angeschlossen ist. Er sollte einen Strom von bis zu 1 A liefern können. Variante zur Schonung des Akkus:
Der Schaltregler wird so eingestellt, dass er nicht mehr genug Spannung fĂŒr das Soundmodul liefert und die Schaltskizze_Schaltregler2GerĂ€usche verstummen, wenn die Akkuspannung auf ein Mindestwert abfĂ€llt. So weiß man, dass der Akku wieder geladen werden muss und kann die Lok noch zurĂŒckfahren ohne den Akku ĂŒbermĂ€ĂŸig zu strapazieren.

Eingangsspannung 4,5 - 35 V,
Ausgangsleistung 10 W

Über ebay gĂŒnstig im 10er-Pack zu beziehen. Bitte die Zollbestimmungen beachten, da ab ca. 20 EUR weitere GebĂŒhren und Einfuhrsteuer fĂ€llig werden (Stand 7.2013)

ebay: Einstellbarer Step-Down-Schaltregler (10 StĂŒck zusammen ab 11 EUR incl. Versand)

Conrad: 9-V Schaltregler, bis 11 - 34 V Eingangsspannung, Ausgang 9 V mit 1 A, ein StĂŒck 11,65 EUR 

Nachbetrachtung

Im Spassbahnforum gab es Nachfragen in Hinsicht auf das ZeitgemĂ€ĂŸe dieser Eisenbahnsteuerung, krĂ€ftigere Komponenten und alternativen zum Fahrregler.

FRAGE

Alle (Spassbahnwelt)-Welt redet von wlan-Steuerung (bei uns hier das wlancroc-Projekt von Karl) was viele viele Sachen gut und besser kann...warum gibst du dich noch mit einem im Vergleich dazu simplen Projekt einer Funkfernsteuerung ab? Ich kann mir nur vorstellen das es an Einfachheit kaum zu ĂŒberbieten ist...

ANTWORT

Die Frage habe ich mir irgendwo auch gestellt, ist in meinem Avatar doch zu lesen: "Heute analog - demnÀchst WLAN-DL" ...

Der gemeinsame Vorteil von RC- und WLAN-Betrieb liegt in der UnabhĂ€ngigkeit. Ob den Strom ĂŒber Schienen (egal ob analog oder digital) aufgenommen wird oder per Akku mitgeschleppt, diese Loks fahren unter allen Betriebsbedingungen vollkommen unabhĂ€ngig. Zu den Antriebsarten zĂ€hlen bei RC-Betrieb im Prinzip auch Echtdampf und Echtdiesel.

Die RC-Funktechnik ist in der Tat einfach zu installieren. Greift man auf selbstlernende oder sich selbst justierende Systemkomponenten zurĂŒck, muss man die Module im Wesentlichen nur zusammenstöpseln. Die Grundfunktionen lassen sich recht rasch und kostengĂŒnstig zusammenstellen. FĂŒr den unabhĂ€ngigen Betrieb benötigt man Sender, EmpfĂ€nger, Fahrregler, Akku. Mit weniger als 120,- EUR ist man dann fĂŒr die erste Lok dabei (Fahren, automatischer Lichtwechsel wie bei Analogbetrieb) und zahlt, sofern man den Sender fĂŒr weitere Loks benutzt, fĂŒr jede zusĂ€tzliche Lok unter 80,- EUR. Servos fĂŒr automatisches Entkuppeln oder Pantographen kosten extra, können aber direkt angeschlossen werden.

Teuerer wird es, wenn man z.B. das Modell "vertonen" will. Brauchbare Soundmodule kosten zwischen 80,- und 215,- EUR, bieten dann aber auch zum Teile eine Reihe von zusÀtzlichen Funktionen.

Und genau hier setzt WLAN-DL ein: Ab einer bestimmten Anzahl Funktionen oder einem bestimmten Grad der KomplexitĂ€t der Funktionen ist WLAN-DL nicht nur technisch ĂŒberlegen, sondern unterm Strich auch billiger, denn die benötigte Rechenleistung muss nicht mehr in jeder neuen Komponente (z.B. Soundmodul) untergebracht sein, sondern man nutzt die RechenkapazitĂ€ten des ohnehin vorhandenen WLAN-DL-Prozessors.
Und da zeigt sich der eigentliche Vorteil von WLAN-DL, denn mit dem Raspi-Minicomputer eröffnet sich eine FĂŒlle von technischen Möglichkeiten, die in ihrem gesamten Umfang noch nicht zu erfassen ist. Im Prinzip kann WLAN-DL beliebig erweitert und mit den neuesten Komponenten immer auf den Stand der aktuellen Technik gehalten werden.

Das heißt nicht, dass das RC-System, ist es einmal eingebaut, ĂŒber die Jahre auf die Überalterung wartet. Nein, diese Anlagen sind recht betriebssicher und sie können ĂŒber Jahre (mitunter auch ĂŒber Jahrzehnte) mit der aktuellen Technik kombiniert werden. Auch gibt es Funksteuerungen, die mehrere Modell gleichzeitig speichern und separat ansprechen können. Auch die RĂŒckgabe von Messdaten aus dem Modell an die Fernsteuerung ist möglich. Die moderne Computertechnik macht es möglich, hat aber hier auch ihren Preis.

Es ist also insgesamt eine Frage der eigenen BedĂŒrfnisse, welchen Aufwand man selbst betreiben will, welche Funktionen die Lok erfĂŒllen soll/muss und vor allem, wie kompliziert diese dann sind und entsprechende Rechenleistung und persönliches Know How benötigen.

Weshalb ich nun RC gewÀhlt habe, ist damit nur zum Teil beantwortet.

Das Soundmodul war bei mir aus frĂŒherer Zeit als Testobjekt ĂŒbrig geblieben, wĂŒrde also herumlegend mehr Geld kosten als eingebaut.
Ebenso vorhanden ist ein Sender. Da ich nur einen Sender fĂŒr mich selbst benötige (die Loks können ja einzeln ein- und aus geschaltet werden) ist der Aufwand fĂŒr weitere RC-Fahrzeuge nicht mehr so hoch. Außerdem soll diese Lok als "VersuchstrĂ€ger" dienen, um weitere Technik (z.B. Akkuladen im Fahrbetrieb) auszuprobieren.

Dem gegenĂŒber wird bei mir die WLAN-DL-Technik noch warten mĂŒssen. So ist im Projekt wĂ€hrend der Gartenbahnsaison "Sommerpause". Und vor dem FrĂŒhjahr wird es bei mir ohnehin nichts mit dem Weiterbau, denn in WLAN-DL muss man sich doch etwas mehr hineindenken - zumindest beim derzeitigen Stand der Technik - und die Zeit bzw. Ruhe habe ich noch nicht.

Meine Empfehlungen lauten daher:

  1. FĂŒr RC-Betrieb gibt es gĂŒnstige Einstiegsmöglichkeiten.
  2. Der Zusammenbau der RC-Komponenten ist einfach und fĂŒhrt schnell zum Erfolg.
  3. Wer Sound benötigt, sollte sich auf dem Markt umschauen, da ein höherwertigeres (und damit teureres) Modul zusĂ€tzliche Komponenten ersetzen und damit unterem Strich gĂŒnstiger sein kann.
  4. Kompliziertere oder nicht alltÀgliche Technik (echte digitale Anzeigen, Kommunikation von Lok zu Lok u.v.m.) kann mit RC nicht umgesetzt werden.
  5. Wer noch warten kann und will, ist mit WLAN-DL auf der Seite der unbegrenzten Möglichkeiten.

FĂŒr mich ausschlaggebend war dann der Punkt 2 und die Auswahl an seit Jahren bewĂ€hrten Komponenten auf dem Markt.

Sicher ist aber, dass das zukĂŒnftige WLAN-DL die VorzĂŒge komplexer Mehrzugsteuerung ebenso beinhalten wird wie die Möglichkeit zu beliebigen Funktionen und das mit einem von der Strom- oder Antriebsquelle unabhĂ€ngigen Betrieb kombiniert. Es geht dabei ĂŒber die bisherige DCC-Technik weit hinaus. Der Gartenbahner ĂŒbernimmt hier die Rolle eines Fahrdienstleiters und die vieler LokfĂŒhrer.

RC ist nicht minder unabhĂ€ngig im Betrieb, konzentriert sich aber hauptsĂ€chlich auf die jeweils momentanen Funktionen einer Lok. Man ist somit der LokfĂŒhrer der jeweiligen Lok.

Es ist also notwendig, seine PrioritĂ€ten zu setzen und dann das entsprechende System zu wĂ€hlen: Analog, Digital, RC oder zukĂŒnftig WLAN-DL, wobei einem Mischbetrieb natĂŒrlich nichts im Wege steht ...

Die Funktion des LokfĂŒhrers ist fĂŒr mich ausreichend, gĂ€ngige Funktionen können mit RC betrieben werden, die Technik ist ausgereift, wird immer kleiner und leistungsfĂ€higer und ist sofort verfĂŒgbar.

FRAGE

Etwas Sorgen macht mir im Moment die maximal zulĂ€ssige Spannung von 14 V deines Fahrreglers, da bin ich mir noch nicht sicher, ob die fĂŒr mich ausreicht (hab ich aber noch nicht getestet).

ANTWORT

Es gibt auch Fahrregler mit entsprechender Spannung. Nichts ist unmöglich. Hier die mir bekannten Beispiele:
modellbau-regler.de: AS26/60RW Opto
10-26 Zellen / 12 - 30 Volt Blei, 60 Amp Dauer; 80 A kurzzeitig, vom Prozessor geregeltes Bremsen, ohne BEC
79,95 EUR

cti-modellbau.de: Thor 15HVs
fĂŒr 8-20 Zellen oder 12/24 Volt Bleiakku, Dauerstrom: 14 A, kurzzeitig: 50 A, kein BEC
21,00 EUR
Achtung, der Fahrregler scheint nach Berichten zum Pfeifen zu neigen, was aber schon ein GrundgerĂ€usch fĂŒr den Diesel darstellen kann ...

cti-modellbau.de: Thor 24-1
6 bis 24 Volt, Dauerstrom: 24 Ampere, BEC von 3 A ĂŒber den gesamten Spannungsbereich
35,00 EUR
Pfeifen des Motors laut Beschreibung möglich

FRAGE

Da ich selber mit Lipos fahre kommt mir deine Info zu anderen Akkus sehr gelegen.Dann muss ich allerdings, wie ich sah, einen anderen Regler haben.

Habe jetzt gerade zwei von denen http://www.cti-modellbau.de/CTI-Fahrregler/-107-159.html bestellt.

ANWORT

Dieser Fahrregler hat eine Lipo-Überwachung und schaltet die Geschwindigkeit zurĂŒck, wenn die Lipo-Spannung in den kritischen Bereich absackt. Von daher passt der Regler schon. Beim 3S-Lipo stehen 3 x 3,7 V = 11,1 V zur VerfĂŒgung und speichern einiges an Energie auf kleinem Raum. Die Spannung ist nicht viel geringer als beim 12-V-Akku.
DafĂŒr kann man die Lipos sehr schnell nachladen. Mit deinem computergeregeltem LadegerĂ€t solltest Du da keine Probleme haben. Von daher finde ich die Entscheidung richtig.

Möglich ist allerdings, dass die cti-Thor-Fahrregler ein Brummen oder Pfeifen verursachen. Das habe ich auch beim kleinen Vor-/RĂŒckwĂ€rtsregler von Conrad und dem Navi-Regler von Graupner, der mit hoher Schaltfrequenz beworben wird, aber nur 800 Hz schafft. Von meinem pulsweitenmodulierten Fahrregler fĂŒr die analoge Anlage, den ich in der Frequenz einstellen kann, weiß ich, dass unter 5000 Hz (5 kHz) bei den Motoren in der Regel ein Pfeifen, Fiepen oder Summen zu hören ist.

Du kannst hinsichtlich dieser BefĂŒrchtungen spĂ€ter einmal berichten, wie sich der Thor-Regler tatsĂ€chlich anhört. Vielleicht ist es ja auch gar nicht so deutlich.

Eine Alternative, die aber mehr als das Doppelte kostet (49,95 EUR), ist der AS12/40RW EvoII EASY - Lipo von modellbau-regler.de. Sein Vorteil ist, neben der hohen Taktfrequenz von 18 kHz, die butterweich regelt und absolut still ist, dass er ebenfalls ĂŒber einen Lipo-Schutz verfĂŒgt, der aber abschaltbar ist, damit man den Regler auch mit bis zu 12 Zellen (14,4 V oder 12-V-Blei) versorgen kann. DarĂŒber hinaus verfĂŒgt er ĂŒber einen Übertemperaturschutz, der die Leistung notfalls herunter regelt, ein internes Programm, das je nach Geschwindigkeit das Bremsen anpasst, damit der Motor bei plötzlichen Richtungswechsel keinen Schaden nimmt und schließlich ĂŒber ein BEC mit bis zu 2 A, damit auch stromhungrige Servos direkt vom EmpfĂ€nger versorgt werden können.

Allerdings ist es schon ein Preisunterschied. Immerhin könnte der Thor die Diesel- und Elektroloks schon einmal mit einem GrundgerĂ€usch versorgen, so dass man kein Soundmodul benötigt.  So jedenfalls hört sich meine Dampflok mit dem Graupner-Regler an ... 

 

 

 

 

Buchsen

4 mm Einbaubuchsen (Telefonbuchsen)

Conrad: Telefonbuchsen ab 58 Cent
Pollin: Telefonbuchsen 22,5 - 39 Cent

Umschalter

FĂŒr den Anschluss siehe bitte beim Akku.

2 x UM mit Mittelstellung (Ein/Aus/Ein)

Conrad: Ein/Aus/Ein ab 2,31 EUR
Pollin: Ein/Aus/Ein ab 0,55 EUR

 

Fahrregler

Der Fahrregler muss mit Strom versorgt werden. Das geht entweder wie hier ganz elegant ĂŒber den Fahrregler. Das nennt sich dann BEC. Es gibt auch Fahrregler ohne BEC, so dass der EmpfĂ€nger einen eigenen Akku (4,5 - 6 V) benötigt.

Der Fahrregler ist mit einem dreiadrigen Kabel zur DatenĂŒbertragung und Versorgung des EmpfĂ€ngers an eben denselben angeschlossen, zwei Kabel fĂŒhren fĂŒr den Fahrstrom zur Verteilerplatine (also eigentlich zum Akku) und weitere zwei Kabel (hier grĂŒn und weiß) schließen den Motor an.

Bis 14 V, 15 A Dauerstrom, 20 A Spitze, kein Motorbrummen oder -pfeifen, sanfte Fahrstufen

Modellbau-Regler: Volksregler Typ 2 mit BEC, Bausatz 24,95 EUR

Schaltskizze_Fahrregler2Alternativ zusÀtzlich mit automatischer Einrichtung als kleines Fertigmodul:
Modellbau-Regler: Vor/RĂŒck-Regler AS12/15RW BEC EASY 32,95 EUR  Wenn man von Modellbau-Regler den Fahrregler bezieht, kann man ggf. Versandkosten sparen, wenn man den Vierfachschalter ebenfalls dort bestellt: hier

Fahrregler anderer Hersteller neigen zum Brummen und Pfeifen, da die Schaltfrequenz, mit der der Motor angesteuert wird, zu niedrig ist (meist bis 1 kHz). Mit brummfreien Fahren ist, so meine Erfahrung, erst ĂŒber 5 kHz zu rechnen. Die oben von Modellbau-Regler vorgestellten Fahrregler arbeiten hingegen alle mit 18 kHz.

Dennoch gibt es preiswerte Alternativen, z.B.  von CTI-Modellbau, die zwischen 18 und 21 EUR liegen, bei besonders krĂ€ftigen AusfĂŒhrungen auch nur 35 oder 70 EUR kosten. Letztere Variante regelt 2 x 24 A bei 24 V Fahrspannung. Das BEC liefert dann sogar  2 x 3 A. Allerdings kann bei diesen Fahrreglern das Pfeifen und Brummen nicht ausgeschlossen werden, so auch die Beschreibung von CTI-Modellbau.

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