Newquida 99 6001 - Teil 1
RC- und Verdampfer-Einbau, LED-Ersatz und Licht in der FeuerbĂŒchse

Senderbelegung2Die Funktionsbelegung am Sender ist folgende:

  1. vorwÀrts
  2. frei
  3. rĂŒckwĂ€rts
  4. frei
  5. langes Auslösen:
    Dreilicht-Spitzensignal an der Lokfront /
    kurzes Auslösen: frei
  6. frei
  7. langes Auslösen:
    Dreilicht-Spitzensignal am Lok-Heck /
    kurzes Auslösen: Verdampfer mit Feuerimitation und FĂŒhrerstandbeleuchtung
  8. frei
  9. frei (nicht eingezeichnet, Kanal 5 am Sender, bei diesem 4-Kanal-EmpfÀnger ohne Funktion).
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Die Steuerung der China-Lok ist wenig feinfĂŒhlig. Daher war es mein Wunsch, sie auf eine bessere Fernbedienung umzurĂŒsten, einmal, weil sie ohnehin im Inneren vorbereitet ist fĂŒr eine Fernsteuerung, zum anderen weil der niedrige Preis die Schwelle sinken lĂ€sst, zum Bohrer und zur SĂ€ge zu greifen.

Vorgaben und Komponenten

Da ich mich auf Lösungen bezog, die vor Ort greifbar waren, mag die Auswahl der Komponenten fĂŒr die Kenner der Materie nicht optimal sein, unterm Strich kam ich aber preislich besser weg als bei vergleichbarem aus dem Programm des großen „C“. Außerdem bietet der Modellbauladen umfangreiche Beratung, VerstĂ€ndnis fĂŒr meine sonst vom allgemeinen RC-Modellbau abweichende Anwendung und Geduld, mir die Errungenschaften der modernen Funktechnik zu erklĂ€ren.

Folgende Funktionen sollten möglich sein:

  • Vor- und RĂŒckwĂ€rtsfahrt langsam genug, um rangieren zu können. Das ist mit der originalen Steuerung kaum oder nur schwer möglich (Stopp – halbe Fahrt – volle Fahrt).
  • ein Verdampfer schaltbar
  • das Licht vorwĂ€rts und rĂŒckwĂ€rts soll getrennt geschaltet werden. Separat schaltbare rote Lampen sind nicht notwendig.
  • das Licht wird von der weiß-blauen Beleuchtung auf gelb-rote umgestellt
  • flackerndes Licht in der FeuerbĂŒchse
  • Licht im FĂŒhrerstand
  • GerĂ€usche sind noch nicht vorgesehen, spĂ€ter aber sollen Pfeifen, Bimmeln und FahrgerĂ€usch auf einfachste Art ermöglicht werden.

Zu den Komponenten:

  • als Fernbedienung eine Planet 5 (2,4 GHz, 5 KanĂ€le), allerdings mit einem 4-KanalempfĂ€nger, dafĂŒr aber 10,- billiger
  • Akku von LRP, mit 8,4 V / 2200 mAh NiCD, obwohl mit der Lok schon ein Akku (NiCd, 7,2 V 1700 mAh) mitgeliefert wurde. Da aber ein 5-V-Spannungsregler eingebaut werden soll, mĂŒssen mindestens 7 V dauerhaft zur VerfĂŒgung stehen.
  • ein Fahrregler von Graupner (Navi V15R, bis 18 V und 15 A, fĂŒr BĂŒrstenmotoren)
  • ein 4-Funktionenschalter, der nur einen Kanal am Sender belegt von Graupner (Schaltmodul SXM schaltet jeweils 4 A bis 21,5 V)
  • UniversalladegerĂ€t fĂŒr alle aktuellen Modellakkus von Hype (X7 Plus Dual Power 80 W, Netz- und Kfz-Anschluss)
  • ein Verdampfer (4,5 – 6 V von Seuthe aber als Graupner-Zubehör verkauft ) mit Dosierspritze und DampfflĂŒssigkeit billiger als die gleichen aus dem Großbahnersatzteilsortiment.

Der Sender und das LadegerĂ€t werden auch fĂŒr andere Modelle benötigt (zusammen 100 EUR). Der Preis der neu in der Lok verbauten Module liegt bei 90 EUR (EmpfĂ€nger, Fahrregler, Akku, Funktionsschalter, Verdampfer).

Sowie einige Einzelteile, die ich noch zu Hause hatte:

  • 5-V-Spannungsregler
  • gelbe und rote 3-mm-LEDs
  • WiderstĂ€nde
  • zwei Flackerteelichte
  • PlatinenstĂŒcke
  • Kabel, Kabelverbinder
  • etwas Aluminiumfolie

Als erstes wurde die Lok „entkernt“. Es blieb der Kondensator am Motor.

Der neue Aufbau ist:

  • Fahrregler direkt am Akku
  • Versorgung des EmpfĂ€ngers ĂŒber den Fahrregler
  • 5-Volt-Versorgung ĂŒber den Schaltregler fĂŒr LEDs und Verdampfer
  • Schalten der LEDs und des Verdampfers ĂŒber das Schaltmodul
Schaltskizze2

RC-Einbau

Bei einem Probebetrieb mit EmpfĂ€nger, Fahrregler und Akku zeigte sich, dass die Taktfrequenz des Fahrreglers von 800 Hz zwar als hoch beworben wird, fĂŒr die gebrĂ€uchlichen Motoren im Gartenbahngereich doch eher niedrig ist. Zum Vergleich: Mein Pulsweiten-Fahrregler arbeitet mit der 4 – 6fachen Frequenz!

Der nÀchste Fahrregler wird ein Volksregler-Bausatz sein, dessen Frequenz mit 18 kHz sogar 20mal so hoch liegt Der Graupnerregler ist aber sonst kein Fehlkauf. Er ist recht klein und er passt sehr gut in E- und Diesel-Loks, weil sein Pfeifen schon einmal das richtige GrundgerÀusch erzeugt. In der Dampflok ist es eher störend, erinnert mich aber immer daran, dass der Motor mit Strom versorgt wird.

FĂŒr den Anschluss des Motors an den Fahrregler mussten Steckkontakte angeklemmt werden. Derlei findet sich auch im Kfz-Bereich. So kann man einfach das GehĂ€use vom Fahrgestell trennen, was beim Verlöten nicht möglich wĂ€re.

Die Module (hier der EmpfĂ€nger) befestige ich mit einem „Sandwich“ aus einem Streifen Teppich-/Doppelklebeband, dann einer Schicht dicker Verpackungsfolie und wieder Klebeband. So lassen sich die Module wie auf einem Polster in der Lok befestigen und sind gleichzeitig auch gegen StĂ¶ĂŸe geschĂŒtzt.

Hier habe ich den Schaltregler an ein StĂŒck Platine gelötet, von der aus die 5-V-Spannung weitergeleitet wird.

Fehlt die dritte Hand, tut's auch ein Klebestreifen. An der Lochstreifenplatine sind nun die Zuleitungen vom Akku angelötet (gebraten wĂŒrde der Fachmann sagen, wenn er dieses sieht) …

Der Fahrregler ist schon mit mit einem Tamiya-Stecker versehen und passt direkt an den Akku. Den Strom fĂŒr LEDs, Verdampfer und ggf. Sound bekomme ich vom Fahrreglerkabel. Dazu werden mit den blauen Klemmen die Kabel verzweigt und zu einem Spannungsregler gefĂŒhrt, der die 5-V-Spannung fĂŒr LEDs und Verdampfer bereitstellt.

Das Schaltmodul, links die Zuleitungen, rechts in schwarz die Leitung vom Akku/der Stromversorgung (hier 5 V) und das Dreifachkabel zum EmpfÀnger.
Beim Auto bin ich gewohnt, die Plusleitung zu schalten, also die Minusleitungen als “Masse” zusammen zu legen. So mache ich es auch bei der Gartenbahn. Im RC-Bereich ist es anders. Hier werden die Minusleitungen geschaltet und die Plusleitungen (als “Masse”) zusammengelegt.
Auf der Platine sind Jumper, mit denen Blinken, Dauer- und Momentfunktion je Kanal gewĂ€hlt werden können. Hier ist alles auf “Dauer” gestellt. Es muss also die Funktion ein- und auch wieder ausgeschaltet werden.

Verdampfer

FĂŒr den Rauchgenerator musste das Loch im Schornstein aufgebohrt werden, dachte ich. TatsĂ€chlich ist ein Stopfen im Schlot, den man nur nach oben herausziehen muss. Allerdings rutscht dann der Verdampfer sehr tief hinein und ist dem Akku im Weg, wenn dieser im Kessel liegt.

Vorbereitete LED: Der Widerstand hat 150 Ohm. Wenigstens eine Seite muss isoliert werden, hier mit etwas Schrumpfschlauch. Die LEDs werden alle vom 5-V-Schaltregler versorgt.

Der Widerstand errechnet sich wie folgt: LED-Betriebsspannung 2.1 V, Versorgungsspannung 5 V, die Differenz der beiden Spannungen ist 2.9 V, der Stromverbrauch der LED 0,02 A.
Spannungsdifferenz geteilt durch Strom ergibt 145 Ohm, nach oben gerundet 150 Ohm.

Hier ist die Lampe wieder zusammengebaut und zur weiteren Montage bereit.

Beleuchtung

Die Lampen sind alle gleich aufgebaut: Lampenring und Scheibe und einer herausziehbaren LED-Halterung im Inneren. Im Bild ist die obere Hecklampe

Die Heckseite mit Lautsprecher, eingebauten LEDs und kleiner Verteilerplatine. Soweit möglich, verbaue ich kleine Platinen, zu denen der zu verteilende Strom geleitet wird. Das spart Kabel, erleichtert aber auch die Demontage bzw. die Erweiterung um zusĂ€tzliche Leiter. Die violetten Kabel zeigen an, dass dort LEDs verbaut sind, die zusammen mit den Frontlampen geschaltet werden. Es sind die roten RĂŒcklichter.

Hier noch ein Lampenbeispiel: eine Frontlampe und die schon verlöteten LEDs. Auch hier lÀsst sich der LED-Halter herausziehen.

Das Fensterscheibenteil wird eigentlich von vier Schrauben gehalten. LĂ€sst man die eine weg, sitzen die Fensterscheiben besser und es bleibt ein Loch ĂŒbrig, das etwas geweitet eine Halterung fĂŒr eine 5-mm-LED abgibt.

 

 

 

Die 5-mm-LED fĂŒr die FĂŒhrerstandbeleuchtung schon mit Widerstand und Schrumpfschlauch.

Die Kabelfarben bedeuten bei mir:

  • Schwarz: Minus
  • Rot: Plus, volle Spannung vom Gleis oder Akku
  • Orange: geminderte Spannung (in der Regel 5 V)
  • Violett: Schaltleitung zur Fahrzeugfront, Funktionen bei VorwĂ€rtsfahrt
  • Gelb: Mindestspannung (z.B. 3,3 V, falls nötig) oder als Schaltleitung zum Fahrzeugheck und Funktionen bei RĂŒckwĂ€rtsfahrt
  • Grau: Schaltleitung fĂŒr andere Verbraucher wie z.B. Verdampfer unabhĂ€ngig von der Fahrtrichtung

Hier die vorbereitete LED schon an ihrem Platz mit etwas Heißkleber fixiert.

 

 

 

 

Licht in der FeuerbĂŒchse. Leider habe ich hier zu wenig Bilder gemacht. Zu sehen ist hier noch das „Alufolienanbauteil“, das den Innenraum der FeuerbĂŒchse darstellt. Die Alufolie und die LEDs sind mit Heißkleber am Plastik befestigt. Zwei LEDs aus Flackerteelichten ergeben ein zufĂ€lliges und bewegtes Licht. Eine der LEDs habe ich noch mit roter Lampenfarbe nachgedunkelt. Die zusammengeschalteten LEDs sind natĂŒrlich wieder mit Schrumpfschlauch isoliert.

 

 

Hier sieht man die Minibeschaltung der unteren Front- und Hecklampen. Die Pluspole (Anoden) der LEDs sind durch etwas lĂ€ngere AnschlussdrĂ€hte gekennzeichnet. Hier werden sie gekĂŒrzt, zusammengelötet und mit einen Widerstand versehen. Die anderen Leitungen gehen zum Schaltmodul.

Leere Frontlampe ohne Einsatz.

Die Kabel der Frontbeleuchtung erhalten Miniaturstecker, damit das Fahrgestell vom GehĂ€use getrennt werden kann. Die Kabel werden noch etwas mit Heißkleber fixiert.

Also habe ich mich an den Modellbauladen meines Vertrauens gewandt, um mein Vorhaben zu schildern und etwas passendes zu finden.

Daher habe ich den Verdampfer mit Alufolie umwickelt, damit er nicht so tief rutscht und mit der Oberkante des Schlots abschließt. Die Folie kann mit etwas schwarzer Farbe getarnt werden.

 Der Verdampfer kann zwar mit 6 V betrieben werden, der Effekt ist dann aber nicht sehr viel stĂ€rker. Bei 5 V hĂ€lt er auch lĂ€nger, so mein Eindruck mit anderen Loks. Der Spannungsregler kann ein 7805 sein, ist aber hier durch einen Schaltregler (5 V, 1 A) ausgetauscht, der zwischen 9 – und 12 EUR kostet. DafĂŒr ist er recht klein und hat deutlich weniger Verlustleistung , benötigt keine weiteren Bauteile und vor allem keine KĂŒhlbleche.

Die Beschaltung der FeuerbĂŒchsenbeleuchtung ist gleich, nur dass es Flacker-LEDs sind und der Widerstand 100 Ohm betrĂ€gt (Betriebsspannung der Flacker-LEDs ebenfalls 2 V, beide Ströme zusammen maximal 0,04 A).

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